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Handyfoto: Blow Up – Rästelhaftes aus der Insektenwelt

Jetzt ist es also wieder passiert. Als ich mit meinem Handy das Schild fotografierte, interessierte mich nur der abgebildete Spruch. Dann aber war etwas viel Interessanteres zu sehen, das ich beim Knipsen nicht bemerkt hatte. Ein bisschen ging es mir wie dem Fotografen in Michelangelo Antonionis Meisterwerk Blow Up, wenn auch nicht ganz so dramatisch.

Als ich das Foto am großen Bildschirm ansah, entdeckte ich zwar keine mutmaßlichen Leichenteile, sondern nur einen dicken braunen Hintern und drei Beine, die gerade im Begriff sind, hinter dem Rahmen zu verschwinden. Doch was war das? Eine Riesenschabe (in Berlin unter freiem Himmel?), eine Grille, der gefräßige Plapperkäfer von Traal (Hilfe, wo ist mein Handtuch?) – Rätsel über Rätsel.abmorgen1Doch im Gegensatz zu Antonionis Helden hatte ich glücklicherweise ein zweites – ansonsten vollkommen verunglücktes – Bild geschossen, auf dem mehr zu sehen ist: Ein großer brauner Laufkäfer, kurz bevor er in Deckung geht.

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Falls hier Insektenkundige mitlesen: Sachdienliche Hinweise zur Käferfamilie und Gattung nehme ich dankbar in den Kommentaren entgegen

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Karpfenreportage: Des Franken liebsten Fisch auf der Spur

Manche Fotomotive lassen mich einfach nicht los.

Der fränkische Spiegelkarpfen zum Beispiel fasziniert mich seit meiner Kindheit. Aufgewachsen in einer Gastwirtschaft, wurde ich als kleiner Junge jeden Herbst Zeuge eines wahrhaft gargantuischen Ereignisses – der "Fischpartie" im Gasthaus Bräustübl in einer kleinen fränkischen Marktgemeinde. 250 bis 300 Karpfen von je rund 1,5 kg Gewicht verkaufte meine Großmutter, die legendäre Grete Süß, in halben Portionen innerhalb von 4 Tagen an die hungrigen Gäste.



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