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Es werden Posts vom 2012 angezeigt.

Alle Jahre wieder: Herbstlicht im Leipzig

Nur einen Tag später und fast zur gleichen Zeit wie schon 2011 stand ich gestern auf der Treppe zur Osthalle des Leipziger Hauptbahnhofes und war fasziniert von der Lichtstimmung. Wie vor einem Jahr flutete die Morgensonne die ungeheure Halle und wie zwölf Monate vorher war ich wieder in Sachen Bein unterwegs in meinem geliebten Leipzig. Diesmal hatte ich neben dem Handy auch die Spiegelreflexkamera dabei, doch weder Stativ, noch Zeit, noch Muße für ein überzeugendes Foto. Mehr Tiefenschärfe, weniger Weitwinkel, absolute Verwacklungsfreiheit: In einem Jahr will ich es nochmal probieren. Bestimmt regnet es dann oder die Halle ist mit Ständen zugestellt.

Binsenweisheiten, die keine sind: Nimm 1/125 bei Blende 8, wenn die Sonne lacht...

Das meistüberblättertste Kapitel in Kameraanleitungen und Fotobüchern dürfte die Einführung zum Zusammenhang von Blende und Zeit sein. Braucht man ja auch nicht – wozu gibt es Motivprogramme und die Stellung “P”, die das alles schön selbständig regeln. Aber was passiert eigentlich, wenn Zeit oder Blende (f-Zahl) manuell eingestellt werden, und wie hängen die ISO-Zahlen mit der Belichtung zusammen? Ein schönes Spielzeug, um das alles in Ruhe mit einem standardisierten Motiv auszuprobieren, ist der DSLR-Camerasimulator. Die Bedienelemente kann man sich via i-Button erläutern lassen


Wer sich bisher noch nicht an die (teil-)manuellen Funktionen seiner Kamera (egal ob Spiegelreflexkamera, sonstige spiegellose Systemkamera oder Kompakte – analog wie digital) herangetraut hat, kann hier stressfrei üben und das Ergebnis sofort begutachten. Der Simulator berücksichtigt im Ergebnis sogar die Tiefenschärfe nach je nach Blende und Brennweite.  Ob die Belichtung stimmt, könnt Ihr in der Skala unt…

Aus meiner Archivkiste: Apfelbäume

Ein echtes Heimatfoto. Wiederentdeckt in einem Wust von alten Farbnegativen aus den späten 80er-Jahren. Damals war ich mit einer Canon AV-1 und einem nicht so guten Zoomobjektiv unterwegs. Über Licht, Filme und Brennweiten machte ich mir zu der Zeit noch keine Gedanken, sodass ich Ende November mit einem 200er-Negativfilm am späten Nachmittag loszog, um am Rande meines Heimatortes Landschaftsaufnahmen zu machen. Abblenden ging nicht mehr, wollte ich bei dem schlechten Licht aus der Hand wackelfreie Bilder machen. Ein Stativ hätte das Problem gelöst, auf die Idee kam ich damals aber nicht.

Am Ende hatte ich einen Film voller grobkörniger düsterer, detailarmer Fotos. Braun und dunkle Grüntöne dominierten, darüber ein Himmel in künstlichem C64-Blau. Nur ein einziges Foto von 36 gefiel mir. Eigentlich halte ich nichts davon, Farbfotos nachträglich in Schwarzweiß zu wandeln. Aber das Originalfoto ist sowieso von deprimierender Farbarmut und die Bäume sind nur als Silhouette zu sehen – al…

Drache, warum hast du so große Zähne?

“Damit ich die Quadriga besser fressen kann!”

Tatort Bahngelände Victoriastadt

Es sollte nur ein harmloser Fototrip werden, ein bisschen Straßenfotografie, ein wenig Architektur. Und dann stolperten wir hinter einem Lokschuppen in diese unglaubliche Szene. Sie benahmen sich, als ob sie alleine auf dem Bahngelände wären. Keine Ahnung, ob sie uns gesehen haben. Wir drückten so oft auf den Auslöser, wie wir nur konnten und machten uns leise davon.

Diane Arbus: Geheimnis eines Geheimnisses

Nun sitze ich hier vor meinem Notebook und versuche mich wenigstens an den Wortlaut eines der Zitate zu erinnern, die ich vor wenigen Stunden in der famosen Ausstellung zum Werk von Diane Arbus (1923–1971) im Martin-Gropius-Bau gelesen habe. Wozu hatte ich eigentlich mein Notizbuch in der Hand? Ich blättere nach (*blätter, blätter*). Nein, kein einziges Arbus-Zitat, nur ein paar Namen von Menschen auf den Fotos, die ich noch nachschlagen wollte.
Ok, ich mache es kurz: diese Ausstellung ist grandios. Die rund 200 Fotos – alles eher kleinformatige Abzüge in Schwarzweiß – ließen mich die Zeit vollkommen vergessen. Etwas verblüfft stellte ich später fest, dass ich drei Stunden durch die Bildersäle geschlappt war, die viele bisher unveröffentlichte Arbeiten zeigen. Ich zitiere den Text aus dem Ausstellungsflyer:
Ihre zeitgenössische Anthropologie – ihre Portraits von Paaren, Kindern, Jahrmarktartisten, Nudisten, Mittelklassefamilien, Transvestiten, Exzentrikern und  Prominenten – ist au…

Unterwegs: Sommer vorbei

Ab morgen beginnt für die Meteorologen der Herbst. Die letzten Tage hat sich der Sommer nochmal gewehrt mit Hitze und Sonnenschein. Aber nun ändern sich die Farben von Licht und Landschaft. Die Sonne scheint flacher und gelber; und der Himmel bekommt wieder dieses intensive klare Blau, das von Mitte Mai bis in den August unter einem milchigen Schleier verschwindet. Draußen auf den Feldern verschlucken die Erdtöne langsam die Sommerfarben und die Wälder versacken in müdem, staubigem Grün, bevor die Blätter sich nach den ersten kalten Nächten verfärben.

Rätselhaftes: Extemporale Zone

Repräsentation der Ewigkeit
In jedem Augenblick
Uchronie vor UtopieBauhaus-Archiv Berlin

Ein ganz normaler Dienstag

Hatte in Plänterwald zu tun. War in Spazierlaune und dachte, "Gehst du mal durch den Wald zur Fähre und fährste dann irgendwie wieder nach Hause." Fünf Stunden später war ich zurück.

Noch mehr Pferdesport: Polo in Berlin

Bei Polo dachte ich bisher eher an einen Kleinwagen von VW, als an ein Ballspiel hoch zu Ross. Seit vergangenen Sonntag hat sich das geändert. Polo ist mehr: das sind donnernde Hufe und der Duft von Pferdeäpfeln, wilde Jagden über den grünen Rasen, Kommandos auf spanisch und dicke Autos am Spielfeldrand.


Das alles sah, hörte und roch ich am letzten Sonntag auf dem Maifeld  am Berliner Olympiastadion. Ein weitbekannter Immobiliendealer hatte dort zu einem Poloturnier um die “Deutsche Polomeisterschaft High Goal” eingeladen. Der Eintritt war frei fürs gemeine Volk; wer wollte konnte das Spektakel aber auch für 190 Euro am Tag vom VIP-Bereich aus verfolgen.




Nach dem sehr interessanten Tag weiß ich jetzt, dass
der Ball irgendwie ins Tor muss ohne argentinische Leihspieler in Deutschland keine passable Mannschaft zustande käme die Teams die Namen ihrer Sponsoren tragen man/frau über ein gesichertes Einkommen im oberen Bereich verfügen sollte, um sich die Pferdchen zum Wechseln leisten …

Die Ketwurst-Lücke am Ostkreuz

Es hatte sich schon angedeutet, nun ist es passiert: der S-Bahnhof Ostkreuz ist Ketwurst-freie Zone. Wo bis letzte Woche nette Frauen unbestimmbaren Alters die DDR-Variante des Hot Dogs überreichten, fand ich heute nur noch eine leere Stelle. Der ketchup-rot gestreifte Stand von Rios Ketwurst am Bahnsteig neben Gleis 2 ist weg. Damit geht ein weiteres Ostrefugium vermutlich für immer verloren. In der neuen Bahnhofshalle der Ringbahn wird die Ketwurst vermutlich kein Asyl finden. Dort stellen bereits die ersten Fabrikbäcker und Kettenimbisse in den gläsernen Verkaufswürfeln ihre Backautomaten auf. Für Individualismus in Form von kleinen abgeschabten handlackierten Sperrholzbuden ist dort kein Platz mehr.



Ade, du dicke Wurst im Lochbrötchen. Wie werde ich den salzigen Geschmack der Bockwurst und die tröstende Schärfe deines Curryketchups vermissen, seinen Geruch, wenn beim Abbeißen die dicke Pampe lavagleich herausquoll und sich sich unkontrolliert über Hände, Hose und Hemd verteilte. B…

Ein Tag auf der Rennbahn

Trabrennbahn Mariendorf
Zoooom!
Traber ohne Sulky
Sie würde gerne mit mir auf die Trabrennbahn Mariendorf gehen, meinte die Liebste vor ein paar Wochen. Das kam recht überraschend. Denn noch im Frühjahr, als ich einen sonntäglichen Besuch in Hoppegarten vorschlug, erntete ich eher verhaltene Begeisterung.

Diesmal aber hatten die Berliner Verkehrsbetriebe ihre Dauerkartenabonnenten – und damit auch uns – zum Traberderby eingeladen. Da kann man/frau auf keinen Fall nein sagen und so war ich am heutigen Sonntag zum ersten Mal in meinem Leben beim Pferderennen. Das Wetter war natürlich wieder lausig, um dann nach Rennen Nummer sechs von 14 doch noch in Sommer umzuschlagen. Fast zu spät für uns, denn nach gut vier Stunden waren die Beine schwer und wir wollten nach Hause. 

Ich war ein schlechter Kunde. Denn statt meine Euronen am Wettschalter zu lassen, nutzte ich meinen ersten sportlichen Kontakt mit den Rössern für ein paar Fotoversuche. Ich konzentrierte mich auf die nervösen Vierbeiner,…

Gesehen & gekauft: Street Photography Now

Mit dem Fotografieren ist es wie mit Fußball, Schreiben, Singen, Tanzen oder einer anderen beliebigen schöpferischen Tätigkeit: Die Ergebnisse werden umso besser, je häufiger man/frau es tut. Oder altdeutsch ausgedrückt: Übung macht die MeisterIn.
Das gilt natürlich auch für die Straßenfotografie, dieses traditionsreiche Feld der Lichtbildnerei mit legendären Vertretern wie Henri Cartier-Bresson und Robert Frank. Doch wie nähert man sich dem Genre Street Photographie, wie fängt man an? Gehe ich einfach raus auf die Straße und schieße dort Leute mit dem Teleobjektiv ab, oder halte ich die Kamera wahllos in x-beliebige Szenen? Natürlich könnte man es machen, wie uns der Schweizer Thomas Leuthard in seinem eBook Collecting Souls rät:
Don’t study the work from the old masters, don’t go into exhibitions and don’t read about photography just go out and shoot in the streets. Nur nicht zu viel lesen und angucken vorher, einfach nur machen, meint er. Das ist natürlich Unsinn und das weiß verm…

Fräsen, feilen, gipsen

Vor zehn Monaten bekam ich eine neue Beinprothese. Im Prinzip eine wunderbare Sache, auch wenn so eine Anpassung ein meist länger währender Prozess ist. Zwischen der Genehmigung durch die Krankenkasse und der Endabnahme der fertigen Prothese liegen in der Regel mehrere Wochen. Ursprünglich wollte ich den ganzen Vorgang diesmal mit der Kamera dokumentieren und hier als Fotoreportage zeigen. Denn da wird vermessen und gegipst, gegossen, vakuumiert, die Statik ausbalanciert, ein Computergelenk programmiert, geschraubt, testweise gelaufen, wieder geschraubt. Dann kommt die Hauptanprobe und danach die Endmontage. Und das machen alles unheimlich nette und engagierte Fachleute. Wenn das Ersatzbein dann fertig ist, muss immer nochmal hier und da gefeilt, geschliffen und nachgearbeitet werden. Solange bis nichts mehr kneift, reibt, drückt. Eine tolles Projektthema, wie ich finde.Leider ging mir die Lust an diesem Fotoprojekt ziemlich schnell verloren. Denn der Anpassungsprozess zog sich diesma…

Der unscharfe Blick

An der Uni hatte ich einen Kommilitonen, der allmählich erblindete. Wenn er mich an der Stimme erkannte, stürmte er auf mich zu und starrte mir aus wenigen Zentimetern Abstand mit seinen unsicheren Augen ins Gesicht. Selbst dann war er sich offenbar nie ganz sicher und fragte nochmal nach, ob ich es auch wirklich sei. Schrieb er am Computer, vergrößerte er die Buchstaben, bis kaum mehr als ein Wort in die Bildschirmzeile passte. Sein Berufswunsch: Kameramann.

Natürlich machten sich viele darüber lustig; auch ich fand die Idee absurd, wenn ich Jürgen, so hieß er, mit seiner Videokamera hantieren sah. Wie sollte das gehen, wenn jemand die Welt nur als ein zerfaserndes Durcheinander von Farben und Flächen, Hell und Dunkel wahrnehmen konnte? So ähnlich geht es nämlich mir, wenn ich meine Brille abnehme und die harten Konturen, die Linien, Kanten, die Details mit einem Mal verschwinden – bis auf die Dinge direkt vor meiner Nase. Heute würde ich Jürgen einfach bitten, mir einen seiner Fil…

Auto kaputt

Wo einst der Herr Müller seinen Opel Rekord an einer der zwei Zapfsäulen betankte und Frau Mahlzahn den Karmann Ghia. Um dann um die Ecke auf den Ku’damm abzubiegen und sich 100 Meter weiter für ein Kännchen Kaffee oder ein schönes Schultheiss vorm Café ins Parkverbot zu stellen. Opel ist bald nicht mehr, Karmann fummelt VWs zusammen. Tanke hat sich schon verabschiedet. Der Rest kommt noch.Aus der Serie Minus neun Dioptrien

Welche Kamera ist die beste?

“The best camera is the one you have got with you. (Still true, always true)"
Ewige Wahrheit, gefunden bei frala.

Aus der Serie Minus neun Dioptrien.

Berlin ist Bewegung

Was macht eigentlich Berlin so faszinierend? Schön ist die Stadt nicht, noch immer gezeichnet von den Narben der Teilung, den verbauten Kriegslücken und ausufernden Verkehrsschneisen. Sauber ist sie nicht, durchorganisiert schon gar nicht und, oje, Kriminalität haben wir auch. Es ist die Bewegung und Beweglichkeit dieser Stadt, dieses Tempo, das du spürst, wohin du auch gehst. Das Leben ist hier auf der Straße zu finden, in den Parks, auf verkehrsumtosten Plätzen. In den S-Bahnen zwischen bettelnden Kindern und virtuos aufspielenden Musikanten. An den Currywurstbuden, wo die Touristen Schlange stehen, nachts vor den Clubs, aus denen Sonntagnachmittag die letzten Partygezeichneten taumeln und mit riesigen Pupillen in die Sonne starren, auf den mit Stühlen, Tischen und orientierungslosen Menschen vollgestellten Bürgersteigen rund um den Hackeschen Markt. Auf Dauer hält das aber niemand aus – die vielen Menschen, die Enge, den Verkehr, die Hungrigen vor den Currywurstbuden. Doch glücklic…

Bedingungsloses Verlegergrundeinkommen: Wenn das neue Leistungsschutzrecht kommt

Ach herrje, die Verlage nun wieder. Jetzt haben sie den zuständigen Referenten im Justizministerium lange genug ihren Unsinn eingeflüstert. Und so kreisten sie und gebaren einen ersten Entwurf, den sie offenbar direkt aus den Jammerartikeln der Verlegerlobby entnommen und in Juristensprech umgeformt haben. Es geht um das neue Leistungsschutzrecht, eine Ergänzung unseres geliebten Urheberrechtsgesetzes. [Update 21.06.2012:  Im Herbst beginnt der Wahlkampf für den nächsten Bundestag. Da wäre es schon nicht schlecht für die Koalition, bei den großen Verlagen ein paar Pluspunkte zu sammeln. Danke, Jürgen!]

irights.info hat den Entwurf vergangene Woche dankenswerterweise veröffentlicht. Die Lektüre der drei Paragrafen lohnt sich, denn sie könnten die Internetkultur hierzulande von den Beinen auf den Kopf stellen. Ich zitiere nur den geplanten Paragraph 87f UrhG,
Presseverleger
(1) Der Hersteller eines Presseerzeugnisses (Presseverleger) hat das ausschließliche Recht, das Presseerzeugnis oder…

Vintageprints digital: Berlin am Sonntagnachmittag

Ein Bekannter meinte mal, meine Fotos würden ihn an Aufnahmen aus den 70er-Jahren erinnern. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Kompliment war, obwohl er die Bilder fasziniert betrachtete. Tatsächlich stammten sie aus der Mitte der 90er, hatten aber diese unvergleichliche Naturpatina, wie sie nur ein klassischer SW-Film mit 400 ISO bietet.15 Jahre übers VerfallsdatumSo einer sollte es auch für meine erste Erprobungstour mit der geschenkten Praktica MTL 5B sein. Fündig wurde ich im Gemüsefach unseres Kühlschranks, wo ein kleinerer Bestand an prähistorischen Filmen ständig auf seinen Einsatz wartet. Ich entschied mich für einen Fuji Neopan 400, das Mindesthaltbarkeitsdatum war seit 15 Jahren abgelaufen (Beweis siehe Bild). Genau das Richtige für eine mindestens 23 Jahre alte Kamera, oder? Erst übte ich mit dem ungewohnten Apparat an ein paar Motiven, die nicht weglaufen konnten; denn an der Praktika muss man nach alter Väter Sitte alles(!) selbst einstellen. Man wählt die Blende am Obj…

Entdeckungsreise durch eine geschenkte Fototasche

Lange stand dieser nette Fotokoffer unbenutzt bei mir im Abstellschrank. Deef hatte ihm mir samt Inhalt überreicht; er brauche ihn nicht mehr und ich könne doch bestimmt damit etwas anfangen. Ich muss zugeben, dass ich ihn nur einmal durchsah, ohne die Sachen richtig auszuprobieren. Aber da ich zurzeit gerne mit alten Kameras herumspiele, nahm ich den mit rotem Plastiksamt gefütterten Koffer nun nochmals genauer unter die Lupe. Und ich entdeckte wunderbare Dinge aus dem allmählich versinkenden Zeitalter der analogen Fotografie.


Jüngster Bestandteil des Interieurs ist eine Praktica MTL 5B aus dem Pentaconwerk in Dresden. Der klobige Kasten wurde von 1985 bis 1989 gebaut, doch seine Technik erinnert an Kameras der 60er-Jahre. Fast schon revolutionär ist der elektronische Belichtungsmesser. Verschlusszeit und Blende lassen sich ausschließlich manuell einstellen, irgendwelche Automatiken fehlen: Die MTL wird komplett mechanisch gesteuert. Nachteil: Als Knipser muss man vor dem Druck auf …