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Vintageprints digital: Berlin am Sonntagnachmittag

Frau mit KinderwagenStraße mit Fahrradständer und SchwalbeSkateboardfahrer in NeuköllnSkateboardfahrer auf der Straße transportiert einen TischZwei junge Männer mit 80erjahre-Brillen tragen einen gemusterten Sessel

Ein Bekannter meinte mal, meine Fotos würden ihn an Aufnahmen aus den 70er-Jahren erinnern. Ich bin mir nicht sicher, ob das ein Kompliment war, obwohl er die Bilder fasziniert betrachtete. Tatsächlich stammten sie aus der Mitte der 90er, hatten aber diese unvergleichliche Naturpatina, wie sie nur ein klassischer SW-Film mit 400 ISO bietet.

Umverpackung für eine Fuji Neopan 400 Schwarzweißfilm

15 Jahre übers Verfallsdatum

So einer sollte es auch für meine erste Erprobungstour mit der geschenkten Praktica MTL 5B sein. Fündig wurde ich im Gemüsefach unseres Kühlschranks, wo ein kleinerer Bestand an prähistorischen Filmen ständig auf seinen Einsatz wartet. Ich entschied mich für einen Fuji Neopan 400, das Mindesthaltbarkeitsdatum war seit 15 Jahren abgelaufen (Beweis siehe Bild). Genau das Richtige für eine mindestens 23 Jahre alte Kamera, oder? Erst übte ich mit dem ungewohnten Apparat an ein paar Motiven, die nicht weglaufen konnten; denn an der Praktika muss man nach alter Väter Sitte alles(!) selbst einstellen. Man wählt die Blende am Objektiv und stellt die Zeit über ein Rädchen ein. Die Lichtmessung startet durch Druck auf die Messtaste. Auch die Optik will von Hand eingestellt werden und das Schneckengewinde ist relativ schwergängig und hat lange Wege.

Kamera  schussbereit einstellen

Eigentlich keine ideale Voraussetzung für Straßenfotografie, wo es meist auf den Augenblick ankommt. Denn muss man im entscheidenden Moment erst an Zeit und Blende rumfummeln, ist der spannende Augenblick perdu, bevor man auf den Auslöser drücken kann. Doch bei einigermaßen konstanten Lichtverhältnissen kann man die Belichtung für typische Situationen vorher ausmessen und die Kamera schussbereit einstellen. Leichte Über- oder Unterbelichtung kann so ein Film gut ausgleichen. Nach meinem Gefühl ist er dafür weit weniger empfindlich als ein digitaler Sensor, wo gerade Überbelichtungen hässliche ausgefressene Stellen hinterlassen. Dann gilt es nur noch die Kamera bereit zu halten und schnell genug am Fokussierring zu drehen.

Die Bilder aus der Serie entstanden im Norden von Neukölln, eines davon in Lichtenberg. Den belichteten Film entwickelte Fotoimpex, die Scans gehen auf meine Kappe. Hier könnte ich tatsächlich ein paar Tipps brauchen, wie ich Schwarzweiß-Negative in besserer Qualität digitalisieren kann. Für hilfreiche Hinweise wäre ich sehr dankbar!

Praktica MTL 5B mit Pentacon 50mm/1,8; Neopan400; Scanner Canon 9000F.

Kommentare

  1. Der. Hammer. Du kannst es einfach.

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  2. Ralf! Du Moped! Großartige Bilder! Bitte bitte mehr davon. Neidische und ehrfürchtige Grüße: Kirsten

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  3. ... mach doch bitte mal ein 'gewoehnliches' Farb-Photo' von dem 'Herrn, welcher den letzten Kommentar vor mir schrieb' in genau der erwaehnten Farbe ;-) :-D :-D
    (und duck und renn weg, weil schon wieder dem Frechsein nicht widerstehen koennen; hab' mir aber GsD vorher die guten und schoenen Photos angeguckt = thumbs up!)

    Liebe Gruesse,
    Gerlinde

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    1. Neneneneh... Hatte gerade beim Rotwerden keine Kamera zur Hand.

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  4. :-) :-D auch nicht aus dem 'Marmelade-Topf' gekommen; sprich 'nicht dumm', hey?!
    (aber Du weisst: wer nicht fragt, der ueberhaupt nie 'kriegt' !)

    Ansonsten stimme ich Dir ja sooo zu, denn ich selbst halt das auch so wie der 'Liebe Gott': so lange man mich nicht sieht/kennt, glaubt man an mich! ;-) :-D

    Kann da heut' frech sein, denn 'er' hat hier letzte Nacht gleich fuer die ganze Region 'Sippen-Strafe' in Form von Erdbeben auf wohl Vorschuss fuer meine evtl. zu erwartenden Frechheiten erteilt! ;-)
    Vorlaeufig sind wir glimpflich davon gekommen; haben nur entsprechend dumm geschaut, wie wir womoeglich sind; ansonsten ist nix Groeberes passiert. ;-)

    LG, Gerlinde

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