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Fräsen, feilen, gipsen

ProthesenlinerVor zehn Monaten bekam ich eine neue Beinprothese. Im Prinzip eine wunderbare Sache, auch wenn so eine Anpassung ein meist länger währender Prozess ist. Zwischen der Genehmigung durch die Krankenkasse und der Endabnahme der fertigen Prothese liegen in der Regel mehrere Wochen.

Ursprünglich wollte ich den ganzen Vorgang diesmal mit der Kamera dokumentieren und hier als Fotoreportage zeigen. Denn da wird vermessen und gegipst, gegossen, vakuumiert, die Statik ausbalanciert, ein Computergelenk programmiert, geschraubt, testweise gelaufen, wieder geschraubt. Dann kommt die Hauptanprobe und danach die Endmontage. Und das machen alles unheimlich nette und engagierte Fachleute. Wenn das Ersatzbein dann fertig ist, muss immer nochmal hier und da gefeilt, geschliffen und nachgearbeitet werden. Solange bis nichts mehr kneift, reibt, drückt. Eine tolles Projektthema, wie ich finde.

Leider ging mir die Lust an diesem Fotoprojekt ziemlich schnell verloren. Denn der Anpassungsprozess zog sich diesmal lange hin und an der neuen Prothese will einfach keine rechte Freude aufkommen. Immer wieder und nun schon die dritte Woche in Folge schlage ich mich mit Schmerzen und dadurch erzwungener Einbeinigkeit herum. Vielleicht habe ich ja dieses Jahr noch einmal die Gelegenheit, eine neue Anpassung zu dokumentieren (ich will es nicht hoffen.)

Prothesenschaft_Gipsabdruck

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