Direkt zum Hauptbereich

Ein Tag auf der Rennbahn




Trabrenne mit Sulky
Sie würde gerne mit mir auf die Trabrennbahn Mariendorf gehen, meinte die Liebste vor ein paar Wochen. Das kam recht überraschend. Denn noch im Frühjahr, als ich einen sonntäglichen Besuch in Hoppegarten vorschlug, erntete ich eher verhaltene Begeisterung.

Diesmal aber hatten die Berliner Verkehrsbetriebe ihre Dauerkartenabonnenten – und damit auch uns – zum Traberderby eingeladen. Da kann man/frau auf keinen Fall nein sagen und so war ich am heutigen Sonntag zum ersten Mal in meinem Leben beim Pferderennen. Das Wetter war natürlich wieder lausig, um dann nach Rennen Nummer sechs von 14 doch noch in Sommer umzuschlagen. Fast zu spät für uns, denn nach gut vier Stunden waren die Beine schwer und wir wollten nach Hause. 

Ich war ein schlechter Kunde. Denn statt meine Euronen am Wettschalter zu lassen, nutzte ich meinen ersten sportlichen Kontakt mit den Rössern für ein paar Fotoversuche. Ich konzentrierte mich auf die nervösen Vierbeiner, leider etwas eingeschränkt durch meine nicht sonderlich sporttaugliche Objektivausstattung. Mein 50-200 Zoom der Lichtstärke 5,6 am langen Ende ist gerade bei diesigem Regenwetter und Bewegung keine wahre Freude, auch  wenn es gegen Feuchtigkeit gut abgedichtet ist. Dieses Objektiv braucht Sonne für schnelle Bilder – und selbst als die sich zeigte, reichte es bei ISO 200 gerade noch für ein 1/1000 Sekunde. Nicht schnell genug für den Rennbetrieb, wie das letzte Foto von Rennen Sieben zeigt.

Aber ich kann jetzt ja üben. Denn vorhin hat die Liebste schon nach den nächsten Berliner Rennterminen geschaut und freudig gestellt,  dass am 15. September in Hoppegarten wieder galoppiert wird.

Kommentare

  1. Dann braucht die Liebste aber auch einen Hut!!!
    LG
    Wiebke

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. So ein Fascinator würde ihr sicherlich gut stehen.

      Löschen
  2. Fascinator - laesst sich doch sicher machen, oder?
    Aber; Bewunderung: 'Herr Ralf' kennt den fachfraulichen Ausdruck fuer diese Winzlinge!!!

    Dafuer hatte - typisch ich - hier gerade einen verd . . . .t freudschen Leser:
    Statt "Rennterminen" lass ich doch glatt "Rentnerminen" ! :-D
    Ich glaub' ich schleich' mich hier besser; scheine heute noch verrueckter als sonst zu sein!

    LG, Gerlinde

    Schoen, dass es Euch dorten Spass gemacht hat. Wir waren hier einmal dienstlich beim 'Rennen das die Nation' stopt (November) und das noch zu einer Zeit, wo die groooossen, weiten Huete noch erlaubt und chic waren. Ich war an dem Tag allerdings auch heil froh darum - zumindest am Ende des Tages: Gar mancher sehr elegant und huebsch gekleidete Herr war dann naemlich mitunter so besoffen, dass die Diskrepanz zuuu koestlich anzusehen war und ich mein grinsendes Gesicht bald irgendwann nach Art 'Siesta Sombrero' unter dem Hut versteckte! :-D
    Mit Fascinator muesste ich mir wohl einen machen mit elegant wehendem Wedel drann, welchen ich mir notfalls 'muslimisch' schnappen koennte zum Verstecken! ;-)

    AntwortenLöschen
  3. Tolle Fotos. Sieht gar nicht nach Frank Zander aus. Hoppegarten hatte vor einigen Jahren noch viel Gammel-Flair. Vielleicht sind da ja noch nicht dazu gekommen, zu renovieren?

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Von dem habe ich auch ein schönes Porträt geschossen. Aber Promis sollen ja immer ein wenig empfindlich sein, wenn man ihre Bilder so ganz unautorisiert verwendet. Ob das bei Frank Zander auch so ist, weiß ich nicht. Aber das hier ist ja kein Starblog, deshalb hatte ich auch gar nicht vor es zu posten. Man muss ja nicht jedes Foto ins Internet stellen ;-)

      Löschen

Kommentar veröffentlichen

Beliebte Posts aus diesem Blog

Helgoland: Bombentrichter, Kegelrobben und ganz viel Ruhe

Moin, moin. Heute gibt es ein paar Postkartenfotos von Helgoland. Frisch gemacht und gepostet, während ich hier noch auf der Insel sitze und gerade den Blick von Bild Nummer 4 von meinem Schreibplatz aus sehe. Bis Freitag bin ich noch auf dem Wind umtosten Nordsee-Inselchen und  genieße die dörfliche Ruhe und Abgeschiedenheit. Und das Meerwasserschwimmbad, in dem man auch im Februar im Außenbecken im gut geheizten Wasser seine Bahnen zieht. Nur am Kopf kann es um die Jahreszeit ein bisschen kühl werden.  Bemerkenswert finde ich das reichliche Angebot an geistigen Getränken aller Couleur und Preisklassen, die hier in zahlreichen Schnapsläden angeboten werden. Denn aus irgendwelchen historischen Gründen wird das Zeug auf Helgoland ohne Mehrwertsteuer und Zollgebühren angeboten und ist dementsprechend billig.Zur Insel will ich jetzt gar nicht viel mehr schreiben: dazu gibt es reichlich Infos auch im diesem unseren Internet, aber die bewegte Geschichte hat hier eine Menge Spuren hinterlas

Fotospielereien mit Cyanotypie

Letzthin machte mich ein SpOn-Artikel zu “ifon-Fotos im Blaudruck” auf die Cyanotypie aufmerksam.. Die Ergebnisse sahen interessant aus – allein durch die außergewöhnliche Struktur und Farbe. Natürlich funktioniert Cyanotypie auch ohne ifon. Man kann die Negativ-Vorlagen aus jedem beliebigen Digitalfoto erzeugen. Wer (noch) eine Dunkelkammer hat und gerne mit noch mehr Chemikalien panscht, kann auch aus jedem beliebigen Negativ tolle Vorlagen vergrößern. Die Verweise im SpOn-Artikel aber kann man ignorieren, im Internet sind umfangreiche und gute Anleitungen frei verfügbar. Nachdem ich wusste, was ich brauche, klickte ich mich erst Mal durch die Onlineshops verschiedener Chemikalien-Lieferanten auf der Suche nach Ammoniumeisen(III)-Citrat und Kaliumhexacyanoferrat(III), kurz Kaliumferricyanid oder Rotes Blutlaugensalz. Diese beiden Eisensalze sind der Ausgangsstoff für eine lichtempfindliche Lösung, mit der sich beliebige saugfähige Untergründe beschichten lassen. Unter UV-Licht

„Geschichte des Aurach-, Fembach-, Seebach- und Zenngrundes“ - Geschichtsforschung des 19. Jahrhunderts neu aufgelegt

Ist das der Rangau? Alles begann mit dem Rangau. Oder besser: mit der Suche nach der Bedeutung des Wortes „Rangau“. Rangau: So hießen mit Vornamen Pils, Helles und Bock, die unsere Dorfbrauerei herstellte. Auf den Bierdeckeln und Abrechnungsblöcken, die das Brauhaus Wilhermsdorf verschenkte, stand „Rangau-Biere von besonderer Güte“. Als das Brauhaus Wilhermsdorf noch braute, zum Beispiel Pils Niemand konnte mir eine befriedigende Erklärung geben, was dieser Rangau sein sollte. Mein Vater wusste es nicht, obwohl er es behauptete („Na, so heißt unsere Gegend“). Warum sollte diese Gegend in Mittelfranken so heißen, wenn sie niemand bei diesem Namen nannte? Und dann kam das Internetzeitalter und ich tippte das Wort „Rangau“ in Google ein. Tatsächlich erhielt ich ganz viele Ergebnisse, jedoch mit der fast wortgleichen Erklärung: Die Bezeichnung „Rangau“ leitet sich von dem bei Bad Windsheim in die Aisch mündenden Bach Rannach ab (Rannachgau). ( Quelle Wikipedia ) Diese Au