Direkt zum Hauptbereich

Noch mehr Pferdesport: Polo in Berlin

Polospieler wenden ihre Pferde

Bei Polo dachte ich bisher eher an einen Kleinwagen von VW, als an ein Ballspiel hoch zu Ross. Seit vergangenen Sonntag hat sich das geändert. Polo ist mehr: das sind donnernde Hufe und der Duft von Pferdeäpfeln, wilde Jagden über den grünen Rasen, Kommandos auf spanisch und dicke Autos am Spielfeldrand.


Das alles sah, hörte und roch ich am letzten Sonntag auf dem Maifeld  am Berliner Olympiastadion. Ein weitbekannter Immobiliendealer hatte dort zu einem Poloturnier um die “Deutsche Polomeisterschaft High Goal” eingeladen. Der Eintritt war frei fürs gemeine Volk; wer wollte konnte das Spektakel aber auch für 190 Euro am Tag vom VIP-Bereich aus verfolgen.




Nach dem sehr interessanten Tag weiß ich jetzt, dass
Heino Ferch auf dem Polopferd
Das ist Heino Ferch. Ehrlich!
  • der Ball irgendwie ins Tor muss
  • ohne argentinische Leihspieler in Deutschland keine passable Mannschaft zustande käme
  • die Teams die Namen ihrer Sponsoren tragen
  • man/frau über ein gesichertes Einkommen im oberen Bereich verfügen sollte, um sich die Pferdchen zum Wechseln leisten zu können
  • Mime Heino Ferch nebst Gattin diesen Sport pflegt
  • die SpielerInnen,  jedenfalls an diesem Tag, relativ selten vom Pferd fallen.
Hier ein paar Impressionen vom Maifeldcup am 12. August.

Die Serie ist auch auf flickr zu sehen: Polo Cup Berlin 2012


Pentax K5, 50-200mm/f4~5,6

Beliebte Posts aus diesem Blog

Heiße Liebe in Schwarz nach enttäuschter Beziehung

Es gab schon einige in meinem Leben. Kantige, Zickige, Schmiegsame, Unauffällige, Laute, Professionelle und welche mehr zum Spielen, denn zum ernsthaften Arbeiten. Ich rede hier von Fotoapparaten – und wer schon einmal ernsthaft über einen längeren Zeitraum fotografiert hat, wird mir womöglich zustimmen, dass sich zwischen dem Apparat und dem fotografierenden Menschen mit der Zeit eine gewisse (haptische) Beziehung aufbaut.

Mich hat es im vergangenen Sommer schwer erwischt. Brennende Leidenschaft, große Liebe, nach vielen müden Kompromissen. Inzwischen verstehe ich den Enthusiasmus der Leicafans. Es ist wohl diese Kombination aus Wertigkeit und Reduktion auf das Wesentliche: Eine Maschine zum Bilder festhalten, ohne Kompromisse und Schnickschnack, mit sündteuren, aber auch sehr guten Optiken. Doch bei mir ist es die Ricoh, die mich zum Fanboy machte.


Von der Samsung EX1 zur Ricoh GR II Müde von den Unzulänglichkeiten meiner Samsung EX1, machte ich mich auf die Suche nach Ersatz für d…

Mittelalterliches Bilderrätsel: Wer ist der Reiter der Apokalypse?

An Gästebüchern von Museen und Ausstellungen kann ich einfach nicht vorbeigehen, ohne wenigstens ein bisschen darin zu blättern. Diese Schwarten sind so was wie das Äquivalent  der Kommentarfunktion in Blogs: jeder kann unerkannt und unzensiert seine Meinung abgeben. Alles ist vertreten: Allgemeinplätze, fachkundiges Lob, provokatives Getrolle, hirnbefreites Gemotze, freundliche Bemerkungen.

Gerne in Domen zu finden: Bildergeschichten von Mord und Totschlag. Die Auflösung gibt es weiter unten.

Letzthin las ich im Gästebuch an der Pforte des Doms zu Brandenburg an der Havel folgenden Eintrag, vermutlich von einem Kind:
Ich fand es langweilig. Dome finde ich im Allgemeinen nicht so interessant. Da scheint jemand nicht von der allgemeinen Mittelalterbegeisterung infiziert worden zu sein. Aber es stimmt schon. So ein Dom ist objektiv betrachtet auf den ersten Blick nicht viel mehr als ein riesiger Steinhaufen mit Fenstern, Säulen, Pfeilern. Schlecht beleuchtet und miserabel beheizt sind …

Karpfenreportage: Des Franken liebsten Fisch auf der Spur

Manche Fotomotive lassen mich einfach nicht los.

Der fränkische Spiegelkarpfen zum Beispiel fasziniert mich seit meiner Kindheit. Aufgewachsen in einer Gastwirtschaft, wurde ich als kleiner Junge jeden Herbst Zeuge eines wahrhaft gargantuischen Ereignisses – der "Fischpartie" im Gasthaus Bräustübl in einer kleinen fränkischen Marktgemeinde. 250 bis 300 Karpfen von je rund 1,5 kg Gewicht verkaufte meine Großmutter, die legendäre Grete Süß, in halben Portionen innerhalb von 4 Tagen an die hungrigen Gäste.



Ein goldgrüner Karpfen nach dem anderen wurde geschlachtet  Das Bild der Metzgers, der die lebenden Fische in dieser Zeit schlachtete und für die Küche vorbereitete, werde ich nie vergessen. Das stand dieser mächtige, fast zahnlose Mann mit weißer Schürze und blaugestreifer Arbeitskleidung in der Waschküche, die als Schlachthaus diente. Mit präzisen Handgriffen holte er einen goldgrün schimmernden Spiegelkarpfen nach dem anderen aus einer riesigen Zinkwanne, betäubte die zapp…