Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom Januar, 2013 angezeigt.

12tel Blick: Urbanes Alltagspanorama im Januar

Es ist nicht so, dass Berlin nicht weite Aussichten erlauben würde. Von der Elsenbrücke über die Spree Richtung Mitte präsentiert sich ein herrlicher Hauptstadtblick über den Fluss, der sich hier fast wie ein See Richtung Westen bis zur Oberbaumbrücke weitet. Oder der ehemalige Flughafen Tempelhof, das Tempelhofer Feld: eine schier endlose Steppe mit Lerchen und zahllosen Drachen am Himmel. Kein Wald, kein Gebäude, das den Blick verstellt. Aber das sind leider nicht meine alltäglichen Aussichtspunkte, auch wenn ich regelmäßig mit dem Bus oder der S-Bahn über die Elsenbrücke fahre.

Mein Arbeitstag beginnt quasi an der Haltestelle der BVG, um dort jeden Morgen in die Linie 194 Richtung Büro einzusteigen. Gegenüber wartet das Bushäuschen seit etwa einem halben Jahr darauf, dass es wieder in Betrieb genommen wird. Sobald das neue Haus fertig ist, wird der Bauzaun zusammen mit den immer müffelnden Dixiklohäuschen verschwinden und Menschen im Schatten des Kirschbaumes auf den 194er warten…

12tel Blick erstmal verschoben

Heute ist das Zwölfmonatsprojekt "12tel Blick" gestartet. Jeden Monat ein Foto vom persönlichen Aussichtspunkt, immer aus der gleichen Perspektive. Wenn's geht, immer zur gleichen Zeit.

Mein Foto fehlt (noch?!). Weil ich die Aktion erst vergangenen Freitag entdeckte, konnte ich nicht vorarbeiten. Nun liege ich seit ein paar Tagen schlimm auf der Nase, mit pfeifender Lunge, dröhnendem Kopf, lahmen Gliedern. An Rausgehen, geschweige denn Fotografieren ist nicht zu denken. Bis 31. Januar ist noch Zeit. Es muss doch möglich sein, innerhalb der kommenden Woche für ein Berlinbild nochmal auf die Beine zu kommen. Ich drück' mir die Daumen.

Ein Treffen mit den Vätern von Alois Nebel

Es ist schon ein paar Jährchen her, dass ich mich intensiv mit Graphic Novels – hierzulande noch immer etwas irreführend als Comics verniedlicht – beschäftigte. Vor allem französische und belgische Autoren/innen (Szeniaristen im Fachjargon) und ZeichnerInnen bewohnen gut eineinhalb Meter meines Bücherregals, einige Amerikaner quetschen sich dazwischen, wenige Deutsche, Italiener und Spanier.Seit vergangenem Sommer wohnen dort mit Jaromir99 und Jaroslav Rudiš auch zwei Tschechen. Natürlich nicht persönlich, sondern in Gestalt ihres brillanten grafischen Romans Alois Nebel in der deutschsprachigen Ausgabe, erschienen bei Voland und Quist. Gestern hatte ich das Vergnügen, Zeichner (und Sänger, Maler, und und  und) Jaromir99 und Autor Rudiš persönlich kennenlernen. Die beiden eröffneten in der Akademie für Illustration und Design (AID) in in Kreuzberg eine Ausstellung mit Originalzeichnungen aus dem Grafischen Roman. Und sie berichteten über die Entstehung des Animationsfilmes Alois Nebel…

Schnell, schnell hin, bevor es vorbei ist

Wenig Worte, dringender Appell: Noch bis 28. Januar ist die Ausstellung “Geschlossene Gesellschaft. Künstlerische Fotografie in der DDR 1949-1989” in der Berlinischen Galerie zu sehen. Unbedingt hingehen. Hier erwartet die Besucher eine DDR, die in den offiziellen Medien so kaum zu sehen war – nicht für die Bürger im real existierenden Sozialismus und auch nicht für die Menschen aus dem “Westen”



Natürlich kann die Ausstellung die künstlerische Fotografie-Geschichte von 40 Jahren DDR nur in Ausschnitten zeigen. Aber weil sich die Ausstellungsmacher konsequent auf die Fotografie jenseits der offiziellen Staatskunst konzentrierten, gelingt der Berlinischen Galerie ein hochverdichteter und mich sehr überzeugender Überblick. Dass viele grandiose Künstlerinnen und Künstler fehlen, ist schade, aber bei einem Thema dieses Umfangs unvermeidlich.  
Zu sparsam mit Informationen So wunderbar ich die meisten der ausgestellten Werke finde, so bescheiden ist die Besucherführung durch die Galerie-Rä…