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Schnell, schnell hin, bevor es vorbei ist

Wenig Worte, dringender Appell: Noch bis 28. Januar ist die Ausstellung “Geschlossene Gesellschaft. Künstlerische Fotografie in der DDR 1949-1989” in der Berlinischen Galerie zu sehen. Unbedingt hingehen. Hier erwartet die Besucher eine DDR, die in den offiziellen Medien so kaum zu sehen war – nicht für die Bürger im real existierenden Sozialismus und auch nicht für die Menschen aus dem “Westen”

Flyer zur Ausstellung: Berlinische Galerie "Geschlossene Gesellschaft"

Natürlich kann die Ausstellung die künstlerische Fotografie-Geschichte von 40 Jahren DDR nur in Ausschnitten zeigen. Aber weil sich die Ausstellungsmacher konsequent auf die Fotografie jenseits der offiziellen Staatskunst konzentrierten, gelingt der Berlinischen Galerie ein hochverdichteter und mich sehr überzeugender Überblick. Dass viele grandiose Künstlerinnen und Künstler fehlen, ist schade, aber bei einem Thema dieses Umfangs unvermeidlich.  

Zu sparsam mit Informationen

So wunderbar ich die meisten der ausgestellten Werke finde, so bescheiden ist die Besucherführung durch die Galerie-Räume. Wichtig: Unbedingt an der Kasse nach der Mappe mit den weiterführenden Texten fragen. Die kann dort kostenlos ausgeliehen werden. Denn nur so kann man einige der Werke und die Motivation dahinter überhaupt verstehen. Zum Beispiel eine kleinformatige Serie von menschenleeren, trostlosen Stadtlandschaften. Der Fotograf war ursprünglich Stadtplaner und hatte den Job aus Frust aufgegeben, um Jahre später die Verfehlungen der DDR-Stadtplanung fotografisch zu dokumentieren. Diese Information steht im Leihheft – an der Wand neben den Fotos sucht man sie vergeblich.

Berlinische Galerie Ausstellung geschlossenen Gesellschaft Blick in den Raum Helga ParisIm Raum hinter Helga Paris' Selbstporträtserie sollte man beginnen.

Ich überlege gerade, mir die Ausstellung auch nochmal anzusehen. Vom 25. bis 28. Januar ist dann bis 22:00 Uhr geöffnet – ein kleiner Abstecher nach Arbeit sollte nochmals drin sein.
Noch bis 28. Januar 2013: Ausstellung “Geschlossene Gesellschaft” .

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