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Heute bleibt die Küche kalt …

WienerwaldKartoffelsalat

… denn ein früher recht bekannter Hähnchenbrater hat in der Herrmannstraße direkt am S-Bahnhof neu aufgemacht. Wer auch immer jetzt für die Zubereitung der Backhendl zuständig ist: sie oder er hat die karierten Tischdecken, die schummrigen Wirtsstuben und  Maggispender auf den Müllhaufen der Systemgastronomie befördert.

Stattdessen kühle Fastfood-Atmosphäre im Neonlicht. Aber der gute Kartoffelsalat und die gebackenen Hühner werden auf echtem Porzellan mit Messer und Gabel serviert. Ein bisschen Nostalgie haben sich die Erben des Wienerwald-Gründers aber doch erlaubt, mit Hirschgehörn und dem unvergessenen (?) Werbespruch von der kalten Küche als ironischer Kontrapunkt zum keimfreien Kantinenambiente.

Kommentare

  1. Hach, da werden Kindheitserinnerungen wach ...

    Herzlichst
    Marie

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  2. Haben die auch wieder so eine Durchreiche für den Strassenverkauf, wie das damals so zutreffend hieß (heute: Take Away oder To Go)?
    Wienerwald steht in meiner Erinnerung auch für Bedienungen im Dirndl und ein paar Versprengte im fast leeren Gastraum, die an schalem Bier nippen.

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    1. Das ist alles Geschichte. Dirndl in der Neuköllner Herrmannstraße wäre sicherlich eine Attraktion, aber das Personal trägt doch lieber Fastfood-Uniformen. Das Essen holt man sich an einer blitzeblanken Edelstahltheke, wie sie in den einschlägigen Schnellrestaurants Standard sind. Bier gibt's auch keines.

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