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Essen, Trinken und die Landschaft Mittelfrankens

Durch meine Vorliebe für gutes Essen fing ich vor ein paar Jahren wieder mit der Fotografie an, nachdem ich die Kamera lange Zeit kaum angerührt hatte. Es begann alles damit, dass ich eines Tages ein Blog über meine kulinarischen Vorlieben, übers Kochen und Restaurantbesuche zu führen begann. Ohne Fotos ist das jedoch ziemlich langweilig, denn bekanntlich isst das Auge mit, auch wenn es nur virtuell der Fall ist. Und so fing ich an, Mahlzeiten abzulichten, schön angerichtete Gedecke für mich posieren zu lassen und die Zutaten der diversen Kochorgien in Szene zu setzen. Über das lukullische Bloggen fand ich also wieder Spaß an der Knipserei. Bis ich eines Tages mich wieder anderen Fotos widmete und die Mahlzeiten zu mir nahm, ohne sie erst fünf Mal in verschiedenen Perspektiven aufzunehmen. 
Brotzeit
Am Ostersamstag war es wieder Zeit für ein kleines Shooting mit Wein und Brotzeit. Über die Feiertage waren wir in meine mittelfränkische Heimat gefahren und machten einen kleinen Ausflug in die nähere Umgebung. Unterhalb der Burg Hoheneck bei Ipsheim gibt es Weinberge, einige der wenigen in diesem Teil Frankens. Wir marschierten durch die Reben, nach der Berliner Dauerkälte kamen mir die fünf Grad über Null mit einem grünen Schimmer, der über der sehr dunstigen Windsheimer Ebene lag, fast schon mediterran vor. Achtung: Jetzt kommt ein Postkartenfoto mit Nebel, bei dem leider auch das Polfilter keinen nennenswerten Effekte brachte. Da hilft nur Infrarotfotografie – oder ein klarer Frühlingstag.
Blick von der Lage Burg Hoheneck über Ipsheim
Eine halbe Stunde Spaziergang reichte, dann mussten wir selbstverständlich ganz schnell auf eine Stärkung einkehren. Nach einem Zwischenstopp in Bad Windsheim landeten wir in dem winzigen Örtchen Mailheim, wo der junge Winzer Armin Düll sein kleines Weingut mit Gastwirtschaft betreibt. Ich bestellte mir seinen 2010er Silvaner, fruchtig und voll frischer Pfirsicharomen (das Viertel für 2,50 Euro), und dazu eine fränkische Brotzeitplatte – siehe oben –, von der mühelos zwei Personen satt geworden wären. Für 5,40 Euro gab es eine dicke Scheibe Presssack, geräucherte Leber- und Bratwurst und schmelzend zarten Schinken mit vollmundigem fränkischen Landbrot. Nichts für Vegetarier, aber ich fürchte, die würden in Franken eh nicht so richtig glücklich. Von dem Silvaner ließ ich mir gleich noch zwei Flaschen einpacken, die zusammen mit diesen Fotos vom Weingut im Koffer mit nach Berlin reisten.
Weinflaschen im Regal
Wein
Prinzipiell würde ich gerne wieder mehr kulinarische Fotos machen und dazu bloggen. Doch das könnte sich enorm nachteilig auf meine Figur auswirken. Warum? Erkläre ich später; jetzt muss jetzt erst Mal in die Küche und mir noch einen kleinen Abendimbiss bereiten.

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