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12tel Blick: Halbzeit im Kiez

12tel Blick Juni

Zwei Tage habe ich mit meinem Bushäuschen um das sechste Foto gekämpft. Zweimal vor Ort, gewartet, geknipst, nicht zufrieden gewesen. Entweder ist das Junilicht irre hart, wenn es fast senkrecht auf die Fassaden fällt oder man hat enorme Kontraste zwischen heller Fassade im Abendlicht und dem Bushäuschen im Schatten. Die enormen Unterschiede zwischen Hell und Dunkel überfordern den Dynamikumfang meiner Kamera; ich sollte es doch mal mit Belichtungsreihen und HDR versuchen… Morgens ist es nicht übrigens nicht viel besser. Das Licht kommt nur aus der anderen Richtung, außerdem verstellt unter der Woche immer noch der Fuhrpark der Bauleute die Sicht auf das Zentrum meines Motivs. Einmal Auto reicht und so wartete ich am Abend auf den großartigen Schnappschuss. Weil er nicht kommen wollte, ist diesmal der Fortgang der Bauarbeiten das Spannendste. Und natürlich die typische Beschäftigung von jüngeren Berlin-Bewohnern und Besuchern auf den Weg durch die Straße: das gemeinsame Nuckeln an einer Flasche Bier.

Meine zweite Serie am heutigen Nachmittag ist leider komplett verunglückt. Links oben auf den Fotos ist eine Ecke vom gegenüberliegenden Bruder des Bushäuschen zu sehen. Leider entdeckte ich den braunen Balken erst, als ich eben die Bilder durchsah und bearbeitete. Sehr ärgerlich. Notiz an mich: Immer durch den Sucher gucken, das Kameradisplay verschluckt zu viel Informationen bei grellem Licht. Damit genug des Lamentos – das ist jetzt das sechste Bild beim 12tel Blick, was mich daran erinnert, dass das Jahr schon beinahe zur Hälfte vorbei ist.

Viele interessante Halbzeitbeiträge gibt es wieder bei Tabea, eine Übersicht über meine Monatsfotos findet Ihr unter dem Tag “12tel Blick”.

Kommentare

  1. ich naiv, dachte, die schlecken eis. wessen bruder hast du ausversehen gestreift? du bist wohl sehr streng und schneidest in photoshop nichts weg? ich erlaub mir das ja. deine lichtprobleme kann ich nachvollziehen. die sonne hat echt viel wucht. dafür finde ich das foto gut. die lichtstimmung oben gefällt mir. die herren gehen wohl im schneckentempo, ist ihnen etwa warm? sie hinterlassen keine schleifspuren ;) auch schön, dass sich die baustelle zurückzieht.

    dir liebe grüße zum wochenstart . wünscht . tabea

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  2. Ich bin nicht so der Fotobastler ( isch ' abe gar kein Photoshop) und der Balken im Bild ist so groß, dass ich mich frage, wie ich den übersehen konnte. Unschärfe bekommt man diese Tage nur mit Graufilter hin. Hatte ich beim 1. Bild vergessen. Das hier ist das erste der Serie.

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  3. Ich hätte dann vielleicht lieber morgens fotografiert oder am Liebsten bei bewölktem Himmel, damit die Kontraste eben nicht so da sind. Zur Zeit arbeite ich an einer Collage aus schönen Berliner Fassaden. Das liegt aber aus genau dem Grund still, oder ich warte eben, bis es bewölkt ist.
    Und ist ja der Hammer, die haben ja tatsächlich weitergearbeitet an der Fassade! ;)
    LG /inka

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  4. Wie lustig, diese Dreierreihe. Beinahe könntest Du schon das als Thema wählen, so oft, wie Du schon drei Leute im Gänsemarsch erwischt hast! ;o)
    Dass das Licht wohl stärker scheint als zuvor, sieht man auch daran, dass im Wohnzimmer nun erstmals die Vorhänge zugezogen wurden. Oder war das wegen der lästigen Paparazzi?
    Und hurra, die Bauarbeiten schreiten voran, das Gerüst ist weg! Bald sehen wir das neue Haus vielleicht erstmals ohne Bauzaun und Dixie-Klos...ich bin gespannt.
    Mir gefallen diesmal besonders die neuen Balkonschatten!

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  5. Die Stuckfassade des alten Hauses kommt bei diesem Licht aber schön in der Struktur zu Geltung. Die drei Gänsemärschler erinnern mich irgendwie an so einen Trupp Musiker über einen Zebrastreifen gehend .... wer war das noch mal ... ;-) LG Aqually

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  6. Licht in der stadt im Sommer ist ein problem, empfinde ich auch öfter.Aber deine Warten hat sich gelohnt!
    Mir gefällt der grafische Schatten er Geländer am Haus ohne Gerüst.
    als ersten habe ich aber auch gedacht: oja, Sommer es wird Eis geschleckt!
    Die Straßennuckelmenschen haben extrem zugenommen.Warum eigentlich?
    Heute regennasse Grüße karen

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  7. Das Bild hat trotzdem was, vielleicht auch gerade deshalb, weil du hartnäckig dran bleibst, alle Schwierigkeiten zu meistern.
    Und ich dachte auch, deine Passanten schlecken ein Eis... Haha...
    LG, Gerdi

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  8. Ich finde deine Bushäuschen-Szenerie immer wieder spannend. Die Biernuckelflaschen fallen mir jedesmal unangenehm auf,wenn ich in Berlin bin. Eis wäre keine schlechte Alternative dazu gewesen! Die Schattenlinien auf den Häusern sind doch einfach toll!
    LG, Ulrike

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