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Helgoland: Bombentrichter, Kegelrobben und ganz viel Ruhe

Moin, moin. Heute gibt es ein paar Postkartenfotos von Helgoland. Frisch gemacht und gepostet, während ich hier noch auf der Insel sitze und gerade den Blick von Bild Nummer 4 von meinem Schreibplatz aus sehe. Bis Freitag bin ich noch auf dem Wind umtosten Nordsee-Inselchen und  genieße die dörfliche Ruhe und Abgeschiedenheit. Und das Meerwasserschwimmbad, in dem man auch im Februar im Außenbecken im gut geheizten Wasser seine Bahnen zieht. Nur am Kopf kann es um die Jahreszeit ein bisschen kühl werden. 

Bemerkenswert finde ich das reichliche Angebot an geistigen Getränken aller Couleur und Preisklassen, die hier in zahlreichen Schnapsläden angeboten werden. Denn aus irgendwelchen historischen Gründen wird das Zeug auf Helgoland ohne Mehrwertsteuer und Zollgebühren angeboten und ist dementsprechend billig.Zur Insel will ich jetzt gar nicht viel mehr schreiben: dazu gibt es reichlich Infos auch im diesem unseren Internet, aber die bewegte Geschichte hat hier eine Menge Spuren hinterlassen und vor allem in Form von Sprengstoffeinsatz und Bombardements auch die Topografie der Insel nachhaltig umgestaltet.

Hummerbuden am Südhafen. Dahinter das Krankenhaus.
Das steht in einer Bresche, die es vor 1945 nicht gab. Sie entstand durch die
Sprengung einer riesigen Bunkeranlage, die dort die Kriegsmarine in den Fels gebaut hatte.
Die Kegelrobben haben die Düne vor Helgoland erobert. Und haben eine Menge Junge.
Wenn man beim Muschelsuchen am Strand nicht aufpasst und verträumt nur nach unten starrt,
 steht man möglicherweise auf einmal zwischen  lauter pelzigen Walzen und guckt in feuchte Augen. Dabei sollte man schon 30 Meter Abstand halten.
Helgoland Hafenpromenade mit interessanten Baudenkmälern

Auf den Straßen von Helgoland ist es im Februar eher ruhiger

Blick zur Düne - aus "unserem" Wohnzimmer
Leuchturm auf der Düne vor Helgoland

Abflug: Für unter 200 Euronen geht es nach Helgoland und zurück

Ich möchte ne Kegelrobbe sein.
Keine Probleme mit den Blutfettwerten trotz dicker Speckschicht.

Ein niedliches Aquarium gibt es auch auf Helgoland.
Leider ist es zur Zeit nur am Samstag geöffnet.

Ein weiter Blick vom Oberland über den Hafen.
Das Abendrot an diesem Tag im Februar lässt die Insel rosa leuchten.
Den großen Leuchtturm finden die Helgoländer offensichtlich nicht
so schön. Vielleicht weil er als ehemaliger Flakturm an die Vergangenheit als
Seefestung erinnert....
... wie auch die zahlreichen Bomben-Trichter und Schutthaufen mit den
Überresten gesprengter Bunker und Geschützstände.
Auch am Kliff an der Westseite sind überall Trümmer,  Beton- und Ziegelreste,
verrostete Leitungen und alte Kabel der geschleiften Festung zu sehen.
Aufsteller am barrierearmen  Infopfad an der Steilküste erzählen die Geschichte der Insel .
Jetzt im Februar sind die meisten Hummerbuden am Hafen geschlossen.
Ohne das Bild geht es nicht: Die Lange Anna, das Wahrzeichen der Insel.
Ein Felsen aus bröckeligem Buntsandstein. An den benachbarten Felswänden
brüten die Trottelllummen und andere Seevögel. 

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