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Es werden Posts vom April, 2017 angezeigt.

Faszination Porträtfotografie: Die Austellung als Prozess – „Sofort Bild Portrait“ in der Kommunalen Galerie Berlin

Wahrscheinlich ist das Abbild des menschlichen Gesichts eines der ältesten fotografischen Genres. In seiner digitalen Form könnte das Selbstporträt inzwischen den Eiffelturm als meistfotografiertes Motiv abgelöst haben. Denn dank Instagram und Whatsapp werden nach meiner Schätzung jede Sekunde 7,66765 x 10⁹ Duckfacebilder und Selfis in die digitalen Speicher dieser Welt hochgeladen. Dass Porträts trotz dieser Bilderinflation noch faszinieren, zeigt ein Projekt des Fotografen Oliver Blohm in der Kommunalen Galerie Berlin. Dafür braucht er nur zwei Dinge: Zeit und eine vor dem Aussterben gerettete Technik.

FrüherTM war das Sofortbild, als es noch Polaroid hieß, der Inbegriff der schnellen Fotografie. „Sofort“ ist natürlich ein relativer Begriff. Denn nach dem Belichten des Polaroidfilms dauerte es etliche Minuten bis das langsam sichtbar werdende Bild ausentwickelt war. Aber in einer Zeit, in der Negative noch mittels Chemie zeitaufwendig und mit viel Gestank und Flüssigkeit aus entwic…

Video aus dem Bus der Hölle: Mit dem M29 von Kreuzberg zum Wittenbergplatz

Sogar zu einer eigenen Facebook-Seite hat es die Berliner Buslinie M29 gebracht: M29 - Bus der Hölle wird er dort genannt. Das M in M29 steht übrigens für Metrolinie. Im Unterschied zu Bussen ohne M stehen die Metroliner in einer dichteren Taktfolge im Stau und sind noch vollgestopfter mit Berliner Bevölkerung und Touristen.

Folglich ist damit auch der M29 gerne unpünktlich, fast immer überfüllt und manchmal wartet man auch vergeblich, wenn die Stadt wieder einmal halb Neukölln, Kreuzberg, Mitte und Schöneberg wegen
Berlin-MarathonBerlin-Halbmarathon  Radrenneneiner Demo/ProtestaktionBaustelleWasserrohrbruchUnfallPolizeieinsatzRettungseinsatzNix gesperrt hat. Die Busfahrer_innen müssen die wuchtigen Doppeldeckerbusse zudem über eine irre Distanz durch mehrere Stadtbezirke voller Staus und Dauerbaustellen, irrer Autofahrer, Falschparker und bisweilen selbstmörderisch kreuzender Radfahrer steuern. Dabei kommen sie durch anarchistisch anmutende Straßenabschnitte wie die Kreuzberger Orani…

Die Frühlingsfarben von Berlin

Diese Stadt ist eine echte Winterhölle. Grau, grau, grau. Doch sobald die Sonne wieder wärmt, kommen die Farben zurück. Bei jedem Spaziergang, jedem Weg zur und von der Arbeit entdecke ich die Buntheit von Berlin. Jeder Frühling bringt etwas Neues, zum Beispiel den knallgelben VW Bully auf dem kleinen Markt auf dem Herrmannplatz, die syrischen Konditoreien und Läden, die drölfzigmillionen Nusssorten und geröstete Sonnenblumenkerne verkaufen. 





Auch wenn ich meine Ricoh GR II sehr liebe, habe ich doch ab und zu auch noch die schon leicht marode Samsung EX1 dabei, so wie bei diesen Fotos. Irgendwie mag ich die leicht ausgefressene Optik und das luzide Himmelblau, wahrscheinlich weil es mich an den Sommerhimmel der Summergames auf dem C64 erinnert.